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Stottern

Stottertherapie mit Erwachsenen und Jugendlichen

Stottern ist eine Redeflussstörung mit individuell unterschiedlich gelagerten, multidimensionalen Ursachen, die bis heute nicht endgültig geklärt sind. Wir gehen davon aus, dass bei einem chronischen Stotterer eine neurophysiologische Komponente besteht.  Es ist möglich, das Stottermuster zu verändern, zu verflüssigen und durch eine souveräne und offensivere Haltung eine leichtere Kommunikation zu ermöglichen. Wir sind der Überzeugung, dass jeder Stotternde ein hohes Potential an kommunikativen Fähigkeiten in sich trägt, das mit Hilfe der Therapie freigesetzt werden kann.

Unsere Therapie setzt den Schwerpunkt auf die Desensibilisierung. Deshalb wird der In-Vivo- Arbeit ein großer Stellenwert zugeschrieben. Nur auf einer Basis von Gelassenheit im Moment des Stotterns ist der anschließende Einsatz von Sprechtechniken logisch und sinnvoll.

Ziel unserer Stottertherapie ist

  • die Überwindung von Sprechängsten und Vermeideverhalten, um eine akzeptierende Haltung dem Stottern gegenüber zu erlangen.
  • Ein selbstverantwortlicher Umgang mit der Störung im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe
  • Erarbeitung verschiedener Sprechtechniken, um Blockierungen zu kontrollieren und aufzulösen.

Wir bevorzugen bei Jugendlichen (im Alter zwischen 12 und 18 Jahren) die intensive Gruppentherapie.

Der Vorteil einer Intensivtherapie in der Gruppe besteht darin, dass effektiver an der Desensibilisierung gegen Sprechängste und am konsequenteren Einsatz von Sprechtechniken gearbeitet werden kann.  In dieser Gruppe entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, von dem jeder einzelne auf vielfältige Art und Weise profitiert. Zusätzlich passen wir die Therapieinhalte aber auch immer an die Teilnehmer individuell an, so dass - auch in der Gruppe – jeder Teilnehmer an seinen eigenen Zielsetzungen arbeitet.  Eine Gruppe wirkt motivierend und ermöglicht das Gefühl von "gemeinsam sind wir stark!", das auch im Alltag wirksam wird.

Zur Unterstützung des Transfers werden auch Eltern und weitere Umgebung einbezogen.


Stottertherapie bei Kindern:


Stottern ist eine  multidimensionale, sich selbst verstärkende Störung, ein ständiges Wechselspiel zwischen emotionalen, sozialen, linguistischen, motorischen und kognitiven Faktoren.                                                                                                                                                                                                                                         Bei jedem stotternden Kind liegt die Gewichtung dieser einzelnen Faktoren unterschiedlich. Ein therapeutischer Ansatz wird deshalb auf jedes Kind individuell abgestimmt.

Sprachtherapie kann kein chronisches Stottern heilen im Sinne von 100%iger Symptomfreiheit. Therapie ist ein Veränderungsprozess, der sich über einen längeren Zeitraum erstrecken kann.

Ein alle o.g. Faktoren integrierender Therapieansatz besteht aus dem Gleichgewicht zwischen der Arbeit

  • am Sprechverhalten und
  • an den Gefühlen und Haltungen des Kindes sich selbst und seinem Sprechen gegenüber.

Eltern werden dabei intensiv mit einbezogen.

Langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass der familiensystemische Ansatz in der Stottertherapie große Erfolgschancen bietet.

 

Logopädie am Theaterplatz | info@logopaedieamtheaterplatz.de